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AGB

1. Geltungsbereich und Vertragsgrundlagen

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Angebote und Dienstleistungen von Heilort Judith Jörg, insbesondere für psychosoziale und psychologische Beratung, Einzel-, Paar- und Familienberatung, Coaching, Supervision, Autogenes Training sowie Kurse und Gruppenangebote.

Mit der mündlichen oder schriftlichen Terminvereinbarung, der Anmeldung über ein Online-Buchungstool, per E-Mail oder WhatsApp oder mit der Inanspruchnahme einer Leistung akzeptiert die auftraggebende beziehungsweise teilnehmende Person diese AGB.

Individuelle schriftliche Vereinbarungen gehen diesen AGB vor. Preis- und Leistungsangaben im jeweils aktuellen Datenblatt, Gesundheitsfragebogen, in einer konkreten Offerte, Buchungsbestätigung oder Kursausschreibung bilden ergänzende Vertragsbestandteile. Bei Widersprüchen gilt die individuellere und aktuellere Vereinbarung.

2. Art und Grenzen der Leistungen

Die Angebote dienen der psychosozialen Beratung, der persönlichen Entwicklung, der Beziehungsgestaltung, der Prävention, dem Coaching, der Supervision und dem Erlernen von Methoden wie z.B. Autogenem Training. Sie ersetzen keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.

Bei akuten psychischen oder körperlichen Beschwerden, Selbst- oder Fremdgefährdung oder anderen medizinischen Notfällen sind unverzüglich die zuständigen medizinischen Notfallstellen, eine Ärztin beziehungsweise ein Arzt oder die Polizei zu kontaktieren. Die Praxis bietet keinen Notfalldienst und gewährleistet keine Erreichbarkeit ausserhalb vereinbarter Termine.

Die Beraterin kann einen Auftrag ablehnen, unterbrechen oder beenden, wenn das Anliegen ausserhalb ihres fachlichen Kompetenzbereichs liegt, eine medizinische oder psychiatrische Behandlung vorrangig erscheint, die Zusammenarbeit nicht verantwortbar ist oder das erforderliche Vertrauensverhältnis fehlt. Nach Möglichkeit weist sie auf geeignete Fachstellen hin.

3. Mitwirkung und gesundheitliche Eigenverantwortung

Die Klient:innen tragen die Verantwortung für ihre Entscheidungen, Handlungen und die Umsetzung der in der Beratung erarbeiteten Schritte. Sie informieren die Beraterin wahrheitsgemäss über gesundheitliche Beeinträchtigungen, Medikamente, laufende Behandlungen und andere Umstände, die für eine sichere und fachgerechte Beratung und Begleitung relevant sein können.

Bei bestehender oder angezeigter psychiatrischer, psychotherapeutischer oder ärztlicher Behandlung informieren die Klient:innen die behandelnde Fachperson über die ergänzende psychosoziale Beratung, soweit dies fachlich angezeigt ist. Die Koordination mit Dritten erfolgt nur mit Einwilligung der betroffenen Person oder bei einer gesetzlichen Rechtfertigung.

Für körperorientierte Übungen, Entspannungsverfahren und Autogenes Training gilt: Übungen sind den eigenen körperlichen und psychischen Möglichkeiten anzupassen und bei Unwohlsein zu unterbrechen. Medizinische Kontraindikationen sind vorgängig mit einer Fachperson abzuklären.

4. Beratungserfolg

Die Beraterin schuldet eine sorgfältige fachliche Leistung, jedoch keinen bestimmten persönlichen, gesundheitlichen, partnerschaftlichen oder wirtschaftlichen Erfolg. Beratung ist ein offener, aktiver und eigenverantwortlicher Prozess. Der Erfolg hängt wesentlich von der Mitwirkung, den Rahmenbedingungen und den Entscheidungen der Klient:innen ab.

Die Beraterin setzt ihre fachlichen Kenntnisse, Beratungserfahrung und geeignete klientenspezifische Methoden nach bestem Wissen und Gewissen ein.

5. Dauer und Beendigung der Zusammenarbeit

Dauer, Frequenz und Anzahl der Sitzungen richten sich nach dem Anliegen, dem Setting und den Bedürfnissen der Klient:innen. Üblicherweise umfasst ein Beratungsprozess mehrere Sitzungen; eine Mindestanzahl wird nicht vorgeschrieben, sofern kein Paket oder Kurs gebucht wurde.

Die Zusammenarbeit kann von beiden Seiten grundsätzlich jederzeit beendet werden. Bereits erbrachte Leistungen, verbindlich gebuchte Pakete sowie verspätet abgesagte Termine bleiben nach diesen AGB geschuldet. Eine abschliessende Sitzung zur Auswertung und zum geordneten Abschluss wird empfohlen.

6. Termine, Verspätungen und Absagen

Vereinbarte Termine sind verbindlich. Absagen oder Verschiebungen müssen spätestens 24 Stunden vor dem Termin bei der Beraterin eingehen. Fällt das Ende dieser Frist auf einen Sonn- oder Feiertag, ist eine möglichst frühzeitige Mitteilung empfohlen.

Bei einer späteren Absage, Verschiebung oder bei Nichterscheinen wird eine Ausfallpauschale von CHF 90.– pro Person pro reserviertem Termin in Rechnung gestellt. Die Pauschale entfällt, wenn der Termin ohne wesentlichen Aufwand anderweitig vergeben werden kann oder wenn zwingende, unvorhersehbare Gründe nachgewiesen werden. Weitergehende zwingende gesetzliche Ansprüche bleiben vorbehalten.

Bei verspätetem Erscheinen besteht kein Anspruch auf Verlängerung der Sitzung. Die reservierte Zeit wird grundsätzlich vollständig verrechnet, sofern die Verspätung nicht von der Beraterin verursacht wurde.

Muss die Beraterin einen Termin absagen, wird nach Möglichkeit zeitnah ein Ersatztermin angeboten. Weitergehende Ansprüche bestehen nur bei vorsätzlichem oder grobfahrlässigem Verhalten.

7. Preise, Abrechnung und Zahlung

Es gelten die bei Vertragsabschluss publizierten oder individuell vereinbarten Preise in Schweizer Franken (CHF). Gemäss aktuellem Datenblatt gelten insbesondere folgende Sitzungstarife: Einzelberatung CHF 132.– pro Stunde; beim Erstgespräch zusätzlich CHF 10.– Administrations- und Anamnesezuschlag. Für Paare und Familien CHF 80.– pro Stunde und erwachsene Person; beim Erstgespräch zusätzlich CHF 10.– pro erwachsene Person, sofern nicht anders ausgewiesen.

Telefonische Beratungen, Videoberatungen und inhaltliche Beratungsleistungen über digitale Medien werden nach effektivem Zeitaufwand zu denselben Tarifgrundlagen abgerechnet, in der Regel in 5-Minuten-Einheiten. Rein administrative Kurzmitteilungen werden nicht separat verrechnet, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

Bei Beratungen ausserhalb der Praxis können Reisezeit, Fahrtkosten und weitere Spesen zusätzlich verrechnet werden. Umfang und Ansatz werden vorgängig vereinbart.

Die Rechnungsstellung erfolgt in der Regel monatlich (nach den Beratungen) und grundsätzlich pro Person. Rechnungen und allfällige Rückforderungsbelege werden per E-Mail zugestellt. Die Zahlung ist innerhalb der auf der Rechnung genannten Frist ohne Abzug fällig.

Eine Kostenbeteiligung durch Krankenkassen oder Zusatzversicherungen ist nicht garantiert. Die Klient:innen klären eine allfällige Vergütung vor Beginn der Leistung selbst mit ihrer Versicherung ab. Die Bezeichnung eines Abrechnungstarifs stellt keine Zusicherung der Kostenübernahme dar.

8. Kurse und Gruppenangebote

Anmeldungen für Kurse und Gruppenangebote erfolgen schriftlich über das Online-Buchungstool, per E-Mail oder WhatsApp und sind nach Bestätigung verbindlich. Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs vergeben.

Bei Überbuchung oder ungenügender Teilnehmendenzahl kann die Anbieterin eine Anmeldung ablehnen, Wartelisten führen, den Kurs verschieben oder absagen. Bereits bezahlte Kursgebühren werden bei einer Absage durch die Anbieterin zurückerstattet oder nach Wahl der teilnehmenden Person gutgeschrieben. Weitere Ansprüche sind ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

Für Abmeldungen von Kursen gelten die in der jeweiligen Ausschreibung genannten Bedingungen. Fehlt eine besondere Regelung, ist bei einer Abmeldung bis sieben Kalendertage vor Kursbeginn keine Kursgebühr geschuldet; danach bleibt die volle Gebühr geschuldet, sofern der Platz nicht anderweitig besetzt werden kann. Eine geeignete Ersatzperson kann nach vorgängiger Absprache gestellt werden.

9. Vertraulichkeit und Schweigepflicht

Die Beraterin behandelt sämtliche im Rahmen des Kontakts und der Zusammenarbeit erhaltenen Informationen vertraulich. Die Vertraulichkeit beginnt mit der ersten Kontaktaufnahme und gilt über das Ende der Zusammenarbeit hinaus.

Informationen an Angehörige, Ärzt:innen, Therapeut:innen, Versicherungen, Behörden oder andere Dritte werden grundsätzlich nur mit vorgängiger Einwilligung der betroffenen Person weitergegeben. Bei Paar-, Familien- und Gruppensettings gilt die Schweigepflicht der Beraterin gegenüber Aussenstehenden; zwischen den beteiligten Personen kann keine absolute Geheimhaltung einzelner Mitteilungen garantiert werden. Die konkrete Handhabung wird im Setting geklärt.

Eine Offenlegung kann ohne Einwilligung erfolgen, wenn eine gesetzliche Pflicht oder Berechtigung besteht oder wenn sie nach sorgfältiger Interessenabwägung erforderlich erscheint, um eine ernsthafte und unmittelbare Selbst- oder Fremdgefährdung abzuwenden. In solchen Situationen werden nach Möglichkeit nur die notwendigen Informationen an geeignete Fach- oder Notfallstellen weitergegeben.

Zur Qualitätssicherung darf die Beraterin Fälle in Supervision oder Intervision ausschliesslich anonymisiert oder soweit pseudonymisiert reflektieren, dass die betroffene Person für die Teilnehmenden nicht bestimmbar ist.

10. Dokumentation und Datenschutz

Im Rahmen der Leistungserbringung werden Personalien, Kontakt- und Abrechnungsdaten sowie besonders schützenswerte Personendaten, insbesondere Angaben zur Gesundheit, zu persönlichen Lebensumständen und zu Beratungsinhalten, bearbeitet. Die Bearbeitung erfolgt zur Anbahnung und Durchführung des Vertrags, zur fachlichen Dokumentation, Qualitätssicherung, Rechnungsstellung, Erfüllung gesetzlicher Pflichten und Wahrung berechtigter Interessen.

Die Dokumentation kann Anamnesen, Gesundheitsfragebögen, Ganzheitsdiagnosen IKP, themenspezifische Fragebögen, Gesprächsnotizen, Ziele, Ergebnisse und Vereinbarungen enthalten. Die Daten werden durch angemessene technische und organisatorische Massnahmen geschützt und nur so lange aufbewahrt, wie dies für die genannten Zwecke, gesetzliche Pflichten oder die Abwehr von Ansprüchen erforderlich ist.

Soweit externe Dienstleister eingesetzt werden, etwa für Praxisverwaltung, Hosting, Videokommunikation, Buchhaltung oder E-Mail, erhalten diese nur die erforderlichen Daten und werden datenschutzkonform beigezogen. Die Praxis nutzt nach Möglichkeit Systeme mit Schweizer Hosting beziehungsweise angemessenem Datenschutzniveau.

Für administrative Kommunikation können E-Mail und WhatsApp verwendet werden, sofern die Klient:innen dies wünschen oder damit kommunizieren. Solche Kanäle können trotz Schutzmassnahmen Sicherheits- und Vertraulichkeitsrisiken aufweisen. Für sensible Inhalte wird die HIN-E-Mail-Adresse oder ein anderes vereinbartes, geeigneteres Kommunikationsmittel empfohlen.

Die Einzelheiten zur Datenbearbeitung, zu Empfänger:innen, Auslandsbekanntgaben, Aufbewahrungsdauer und Betroffenenrechten ergeben sich aus der jeweils aktuellen Datenschutzerklärung der Praxis. Gesetzliche Auskunfts-, Berichtigungs-, Löschungs- und weitere Rechte bleiben vorbehalten.

11. Haftung

Die Anbieterin haftet für direkte Schäden, die sie vorsätzlich oder grobfahrlässig verursacht. Für leichte Fahrlässigkeit wird die Haftung, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Die Haftung für Hilfspersonen wird im gesetzlich zulässigen Umfang ausgeschlossen.

Keine Haftung besteht insbesondere für selbstverantwortliche Entscheidungen oder Handlungen der Klient:innen, für ausbleibende Beratungserfolge, für Leistungen Dritter, für technische Störungen ausserhalb des Einflussbereichs der Anbieterin oder für indirekte Schäden und Folgeschäden, soweit ein Ausschluss gesetzlich zulässig ist.

Die Versicherung, insbesondere Unfall-, Haftpflicht- und Krankenversicherung, ist Sache der Klient:innen und Kursteilnehmenden. Zwingende gesetzliche Haftungsbestimmungen bleiben vorbehalten.

12. Urheber- und Nutzungsrechte

Von der Anbieterin abgegebene Unterlagen, Übungen, Konzepte und Kursmaterialien sind grundsätzlich nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Eine Vervielfältigung, Veröffentlichung, Weitergabe oder kommerzielle Nutzung bedarf der vorgängigen Zustimmung, soweit keine gesetzliche Ausnahme greift.

13. Beschwerden und Konfliktlösung

Anliegen oder Beanstandungen sollen nach Möglichkeit zuerst direkt mit der Beraterin geklärt werden. Als Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung SGfB untersteht die Beraterin den anwendbaren berufsethischen Vorgaben. Bei Konflikten kann im Rahmen der geltenden SGfB-Regelungen die zuständige Beschwerdestelle beziehungsweise Beschwerdekommission beigezogen werden.

14. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt schweizerisches Recht.

Für Streitigkeiten gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Bei Konsumentenverträgen können Klient:innen insbesondere an ihrem Wohnsitz oder am Sitz der Anbieterin klagen; die Anbieterin kann Klient:innen grundsätzlich nur an deren Wohnsitz belangen. Auf zwingende gesetzliche Gerichtsstände wird nicht verzichtet.

15. Änderungen und salvatorische Klausel

Die Anbieterin kann diese AGB für zukünftige Vertragsabschlüsse anpassen. Für bereits vereinbarte Leistungen gilt grundsätzlich die bei Vertragsabschluss akzeptierte Fassung, sofern Änderungen nicht zwingend erforderlich sind oder ausdrücklich vereinbart werden.

Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchsetzbar sein, bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Stand: August 2026